Bereits zum zweiten Mal dieses Jahr sind Christine und ich im abgelegenen Norden Myanmars, ehemals Burma, unterwegs. Dieses Gebiet ist für Touristen noch nicht lange offen, aber mit unserer Spezialbewilligung gelangen wir in die östlichsten Ausläufer des Himalaya-Gebirges. Was für ein Kontrast, der uns nach der pulsierenden Wirtschaftsmetropole Yangon hier in Putao empfängt.

In diesem abgelegenen Winkel sind die Reisbauern mit Ihren Ochsenkarren unterwegs. Eine ursprüngliche Landschaft, irgendwie ist die Zeit stehen geblieben. Wir weissen Gesichter fallen auf, fast keine Touristen „verirren“ sich hierhin! Gleich am ersten Morgen starten wir früh zu unserem Trekking zum „Last Village“, dem letzten Dorf zuhinterst im Tal am Fusse des Himalaya. Der Weg führt durch tropischen Regenwald über einen Pass, dieser wirkt wie eine Barriere zum dahinterliegenden Tal. Die Dörfer sind klein, die Häuser sehr einfach aus Holz oder Bambusmatten gebaut. Wir wandern neugierig durch das Dorf, neugierig ist aber auch die freundliche Bevölkerung auf uns, vor allem Kinder winken uns schüchtern zu. Auf den Reisfeldern wird die Ernte eingebracht, die ganze Familie hilft mit und die junge Mutter sitzt mit dem Kleinkind im Schatten.

Am nächsten Morgen werden wir von den Affen geweckt. Sie machen einen grossen Lärm, ähnlich johlenden Kindern, leider haben wir die scheuen Tiere noch nie gesehen. Dafür werden wir auf dem ganzen Weg von unzähligen Schmetterlingen in den verschiedensten Arten und allen möglichen Farben begleitet. Auch die Doppelhornvögel fliegen von Baumkrone zu Baumkrone.

Wir sind gespannt, ob die Lodge zuhinterst im Tal fertiggestellt ist. Und wirklich, das einfache Haus, das zwölf Gästen Platz bietet, steht ganz am Dorfrand mit schöner Aussicht auf die umliegenden Berge. Wir sind erleichtert, denn bereits diese Woche kommt Bergführer Meinrad Bittel mit einer kleinen Reisegruppe hier an. Auf sie wartet noch eine spezielle Aufgabe: Mit Hilfe von einheimischen Guides eröffnen sie einen Weg durch den dichten Wald zu einem Aussichtspunkt. Von hier aus möchten wir in Zukunft mit unseren Gruppen das Panorama auf das Himalaya-Gebirge geniessen können.

Und dann heisst es schon wieder Abschied nehmen von dieser abgeschiedenen Welt. Christine und ich fliegen wieder zurück in die Schweiz. Zum Glück haben wir bereits im Frühling besichtigt, was für Meinrad und seine Gruppe jetzt auf dem Programm steht. Es ist eine Reise von Höhepunkt zu Höhepunkt: Die zweitägige Schifffahrt auf dem 2000 km langen Irrawaddy von Mandalay nach Bagan mit Übernachtung auf dem Schiff. Besichtigung der Tempelstadt Bagan, da fehlen einem schlicht die Worte… und Inle Lake, der See mit den schwimmenden Gärten.
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