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Endlich geht es los! Wir treffen uns am Flughafen Zürich. Mit einem Non-Stop-Flug bringt uns Edelweiss Air in acht Stunden nach Mombasa.
Gleich am nächsten Tag fahren wir mit dem Bus ins benachbarte Tansania. Schon sind wir mitten in Afrika. Die Fahrt geht über Sandpisten, und bald erspähen wir sogar die ersten Wildtiere. Rechts und links der Strasse Sisal- und Bananenplantagen. Am Nachmittag erreichen wir unser Ziel. Die vielen exotischen Pflanzen rund um unser Hotel laden zum Fotografieren ein.
Das Trekking beginnt! Die Führer und die Träger warten schon auf uns, sie werden uns zuverlässig bis zum Gipfel begleiten. Die erste Etappe führt uns heute durch den Urwald am Fuss des Kilimanjaro. Der Weg geht mitten durch die Wildnis. In den Baumwipfeln kreischen die Affen, farbenprächtig die unzähligen Vögel. Schon nach rund drei Stunden erreichen wir die erste Hütte.
Heute verlassen wir den Regenwald. Abrupt ändert die Landschaft ihr Gesicht, wir kommen in die offene Steppe. Jetzt säumen Ginsterbäume und Erikabüsche unseren Weg. Durchs hohe Steppengras windet sich der Pfad, höher und höher. Endlich wird der Blick frei! Und unsere Augen fahren hinauf zum Kilimanjaro. Rund fünf Stunden sind wir heute gewandert, als uns die Horombo-Hütte empfängt.
Dieser Tag soll uns helfen, uns an die Höhe zu gewöhnen, die in den letzten beiden Etappen auf uns wartet. Also keine grossen Anstrengungen heute! Gemächlich laufen wir auf gut 4400 Meter hinauf und geniessen den freien Blick über die Steppe. Wir übernachten wieder in der Horombo-Hütte. Eine herrliche Landschaft umgibt uns.
Zuerst führt unser Weg noch an wunderlichen Senezien vorbei. Doch dann lassen wir die letzte Wasserstelle hinter uns, und die üppige Pflanzenwelt bleibt zurück. Wir stossen in eine vegetationslose Vulkanlandschaft vor. Dramatische Gebirgsformationen! Vor uns der Kilimanjaro mit seinen blendend weissen Gletschern, hinter uns die bizarren Felszacken des Mawenzi. Jetzt sind wir auf über 4000 Metern angekommen, und daher durchqueren wir diese Lavabrocken-Wüste in gemächlichem Tempo. Nach etwa fünf Stunden kommen wir zur Kibo-Hütte.
Der grosse Tag ist da! Dort, wo unsere Gedanken und unsere Augen seit Tagen immer
wieder waren, dort oben auf dem weissen Gipfel: Dort wollen wir heute hin!
Es ist noch dunkel, als wir aufbrechen. Schon bald erreichen wir die Hans-Meyer-Höhle.
Der Weg wird steiler und führt jetzt über Vulkanasche und durch Lavagestein.
Schritt um Schritt geht es langsam bergan. Niemand spricht. Jeder ist in seine Gedanken
versunken.
Kurz vor Tagesanbruch erreichen wir den Gilman’s Point, jetzt sind wir schon
auf 5715 Metern angekommen. Ein traumhaftes Schauspiel erwartet uns: Im Osten
verfärbt sich der Himmel, rasch steigt eine glutrote Sonne aus der Dämmerung,
und mit ihren Strahlen verzaubert sie diese Vulkanlandschaft.
Nicht einmal 200
Höhenmeter sind es noch. Über den Kraterrand geht’s jetzt hinauf zum Uhuru Peak,
5895 Meter über dem Meer. Ja, es ist wahr! Wir sind oben! Die Anstrengungen der
letzten Tage - sie gehören dazu, aber sie liegen hinter uns. Wir sind oben, wir
sind glücklich. Dieses märchenhafte afrikanische Panorama: Jetzt sehen wir
es mit unseren eigenen Augen...
Auf dem langen Abstieg zurück zur Horombo-Hütte haben wir viel Zeit.
Wir träumen, wir meditieren, wir hängen unseren Gedanken nach.
Bereits gegen Mittag kommen wir wieder in Marangu an. Unser grosses Trekking ist zu Ende! Heute feiern wir. Zusammen mit unseren Führern und Trägern besuchen wir die Kirche. Der Pfarrer war sogar schon einmal mit uns auf dem Kilimanjaro-Gipfel! Die Lieder des Dschagga-Volkes stimmen uns auf den Abend ein. Mit unseren treuen Begleitern feiern wir das Trägerfest. Wir geniessen unseren Gipfelerfolg.
Die Nachtruhe hat gutgetan und das ausgiebige Frühstück auch. Szenenwechsel! Von Arusha aus bringen uns die Safariautos zum Ngorongoro-Krater. Das «achte Weltwunder» wird er auch genannt. Und wenn wir auf dem 2500 Meter hohen Kraterrand stehen und unsere Augen über den gigantischen Kraterboden schweifen, dann verstehen wir, warum. Wir übernachten im neuen Safari-Camp, das exklusiv nur für die Aktivferien-Gäste eingerichtet wurde. Schirmakazien, ein prasselndes Lagerfeuer, die fremden Geräusche des afrikanischen Buschs: Eine Safari-Nacht hat ihren eigenen Charme.
Wir haben den ganzen Tag, um die einzigartige Tierwelt im Krater zu beobachten.
Diese Vielfalt! Überraschend, wie kurz die Fluchtdistanz der Tiere ist.
Die Giraffen und Elefanten, die Löwen und Antilopen und Gnus, sie alle
fühlen sich sicher, und so können wir sie gut in ihrem natürlichen
Verhalten beobachten. Das sind natürlich auch paradiesische Verhältnisse
für die Fotografen.
Am späten Nachmittag geht’s in einer kurzen Fahrt zum Tarangire-Park.
Wir übernachten im Tarangire-Safari-Camp.
Und wieder gehen wir mit unseren Geländefahrzeugen auf die Pirsch. Schon bald
staunen wir heute über die riesigen Baobab-Bäume, diese gigantischen
Wasserspeicher. Und hoffen auf unser Glück: Denn dieser Park beherbergt zeitweise
die grössten Elefantenherden des ganzen Kontinents!
Unser letzter Abend hier draussen im afrikanischen Busch bricht an. Lagerfeuerromantik.
Wir erzählen von unseren Erlebnissen, hängen unseren Gedanken nach.
Die letzte Nacht im Zelt.
Viele Tiere sind besonders gut in den frühen Morgenstunden zu beobachten.
Das lassen wir uns auf dieser Frühpirsch nicht entgehen.
Dann aber heisst es: Szenenwechsel! Rückfahrt nach Arusha, und am Nachmittag
bringt uns das Flugzeug zurück nach Mombasa.
Übernachtung auf Chale Island.
Was für ein Abenteuer liegt hinter uns! Der Gipfel des Kilimanjaro, die wilden Tiere auf den Safaris! Wie erfüllt sind wir von all diesen Erlebnissen. Da tut es gut, wenn wir das jetzt ein wenig verarbeiten können. Wir verbringen die letzten Tage unserer Reise auf der Koralleninsel Chale. Die Insel ist ein reiner Naturpark, verschiedene Affen, Dik-Dik, Schmetterlinge und verschiedene tropische Vögel können entdeckt werden. Saisonal können auch Wale und Delphine beobachtet werden. Das glasklare Wasser bietet eine herrliche Unterwasserwelt und auf spontanen Schnorchelausflügen gibt es nochmals eine neue Welt zu entdecken.
Auch die schönste Reise hat ein Ende: Heute fliegen wir zurück nach Zürich.