Die Peru Naturreise führt uns durch das Facettenreiche Peru welche Natur und Kulturschätze in Hülle und Fülle beherbergt. Alex Koller, Bergführer und Reiseleiter nimmt uns mit auf diese Abwechslungsreiche Reise.

 Paracas

Wenn wir jemals von einem kulturell vielfältigen Land gehört haben, das in eine unwirkliche Geografie eingebettet ist, dann ist es Peru. Ein zerklüftetes Land mit hohen Bergen und grossen Gletschern, die mit ihrem Wasser die fruchtbaren Täler speisen, grosse trockene Wüsten, die vom Hochland abfallen und abrupt in den Pazifik stürzen, und der undurchdringliche Amazonasdschungel. Jener Ozean, der mit seiner kalten antarktischen Strömung die unzähligen Schwärme verschiedenster Fische mit Plankton versorgt, die wiederum die Nahrung der zahlreichen Vögel und Meerestiere sind, die seine weisslichen Inseln bevölkern, in denen sich Jahr für Jahr der Guano (Vogel Kot) ansammelt, ein so wertvoller natürlicher Dünger, der wiederum der grossen und vielfältigen landwirtschaftlichen Produktion hilft, die in Peru das Klima und den idealen Boden zur Entwicklung gefunden hat. Wenn in der Antike diese Wüste und der Pazifische Ozean grosse und tausendjährige Kulturen wie Wari, Paracas, Lima, Nazca und andere beherbergten und in der nahen Vergangenheit die spanische Eroberung, so ist sie heute noch präsent und nährt die verschiedenen Küstenstädte südlich von Lima.

Paracas war für uns der Beginn der Reise, ein schöner Kontrast zwischen den gelben Farben der Wüste, dem Blau in verschiedenen Schattierungen des Pazifiks und der unendlichen Linie, die ihn mit dem Himmel verbindet, dem Weiss seiner Wellen und den Ballestas Inseln, all dies zusammen mit einem warmen Klima und einer Meeresbrise, die unseren Atem streichelte, ein perfekter Beginn für die Tage voller Abenteuer, die uns auf der Naturreise in Peru erwarteten.

Arequipa – Die Weise Stadt

Ein kurzer Inlandsflug hat uns bis Arequipa gebracht. Arequipa zählt als die zweite grösste Besiedelung nach Lima in Peru. Eine schöne farbige Stadt, die von vulkanischem Gestein in der Kolonialzeit gebaut wurde. Das weisse Gestein, welches die Einheimischen „Sillar“ nennen, hat sich während grossen und explosiven Ausbrüchen seit ca. 1.6 Millionen Jahre formiert, wobei sich die Vulkane Misti, 5822m und Chachani 6057m, die Hausberge von Arequipa aufgebaut haben. Ein schöner Stadt Rundgang in der Höhe von 2350 Meter über des Meeres Spiegel ist ein perfekter Anfang für unsere Höhenanpassung für die nächste Tage. Wir werden Richtung Colca Schlucht fahren und die Kondore anschauen. Rauchende Vulkane, wie der Sabancaya 5976 m, der 2018 zum letzten Mal ausgebrochen ist, und bis heute ständig weiter raucht und der Ubinas 5670m, der am 6 Juli 2023 das letzte Mal ausgebrochen ist, und noch bis aktiv ist, werden uns bei unserer Reise begleiten.

Colca Canyon – Einer der tiefsten Canyons der Welt

Einer der tiefsten Canyons der Welt. Eine der tiefsten Schluchten der Welt hat uns herzlich willkommen geheißen: der Colca Canyon. Er erstreckt sich über 3200 Meter von seinem höchsten Punkt bis zur tiefsten Stelle, in der die Kondore in den Schluchten leben und jeden Morgen mit den ersten thermischen Aufwinden emporsteigen. Die majestätischen Kondore gehören zu den größten Flugvögeln der Welt, mit einem Gewicht von 12 Kilo und einer Flügelspannweite von über 3 Metern. Tausende von Landwirtschaftsterrassen und jahrhundertealte Ruinen machen ihn zu einer der schönsten und beeindruckendsten Schluchten der Welt.

 Titicacasee – Der höchstgelegene schiffbare See der Welt

Wenn es um Weltrekorde geht, und in diesem Fall den der Seen, gilt der Titicacasee als der höchstgelegene schiffbare See der Welt. Mit einer Höhe von 3810 Metern und einer Fläche von 8500 km2 war dieser riesige See die Wiege von Zivilisationen wie den Tiahuanaco, den Uros und schliesslich den Inkas. Der Titicacasee ist ein riesiger See, den man fast aus den Augen verlieren würde, wäre da nicht die imposante Cordillera Real, die sich im Osten erhebt und mit ihren über sechstausend Meter hohen Bergen, die immer noch von Gletschern bedeckt sind, dazu beiträgt, ihn zu speisen und das Gleichgewicht des Wasserspiegels zu erhalten. Heute können wir die unglaublichen schwimmenden Inseln der Uros und die Inseln wie Taquile besuchen, auf denen die Männer weben und die Frauen den Webstuhl mit uralten Techniken bearbeiten, aus denen wunderschöne Gürtel, Mützen und Hüte sowie die charakteristischen Ponchos und die typische Kleidung der Inselbewohner entstehen. Wieder einmal wurden wir sehr freundlich empfangen und fühlten uns durch die Freundlichkeit und Sanftmut der Einwohner geehrt.

Cusco – Die Hauptstadt des Inka-Reiches

Diese wunderschöne, geschichtsträchtige Stadt, in der sich präkolumbianische und koloniale Einflüsse in ihren Gebäuden und engen Gassen vermischen, ist zweifellos ein Juwel der Inka- und auch spanischer Architektur. Eingebettet in fruchtbare Täler und umgeben von hohen Bergen, hat uns Cusco wieder einmal verzaubert.

Heiliges Tal der Inkas

Ein fruchtbares, vom Urubamba-Fluss bewässertes Tal, das es den Inkas ermöglichte, sich zu ernähren und das grösste Reich Südamerikas zu errichten, ist bis heute mit seinen Ruinen und steinernen Befestigungen ein Zeugnis für die Erlesenheit und Pracht der Inka-Architektur. Über Sacsayhuaman, Pisac, Moray, Las Salinas de Maras bis nach Ollantaytambo ist dieses Tal von aussergewöhnlicher Schönheit und bedeutet bis heute für die Zivilisationen, die es bewohnten, Nahrung und Erholung im Laufe der Zeit.

Machu Picchu – Eines der sieben Weltwunder

Wenn wir von Machu Picchu hören oder lesen, haben wir sofort unzählige Bilder von einem der schönsten Orte vor Augen, die je von einem Reich geschaffen wurden. Die Technik, einen Berg zu zähmen, Bewässerungssysteme zu bauen, Anbauterrassen anzulegen, Mauern zum Schutz vor Erosion zu errichten, Häuser, Sonnentempel, steile Strassen, um ihn vollständig zu beherrschen, und das alles umgeben von zahllosen mit Vegetation bedeckten Bergen, ist ein Meisterwerk der Architektur, das wir zu besuchen das Glück hatten und bis heute geniessen können.

Der Madre de Dios-Fluss und der Tambopata-Nationalpark – Natur und Leben in seiner schönsten Form

Wenn Sie die Natur lieben, müssen Sie den Amazonas-Regenwald besuchen. Der endlose Gesang aller Arten von Vögeln und Insekten, das Gebrüll der Affen und das unaufhörliche Geschnatter der verschiedenen Papageien- und Aras Arten. Palmen, die auf der Suche nach Sonne sind, grosse Wälder voller Lianen, Bromelien, Moose und Pilze verwandeln die Landschaft in einen unwirklichen Traum und erinnern an die Geschichten des Dschungelbuchs. Obwohl die Hitze und die Luftfeuchtigkeit in manchen Stunden der Mittagszeit sehr lästig sind, schenkten uns der Sonnenuntergang und der Sonnenaufgang die wunderschönen Farben der Sonnenstrahlen und gaben uns die perfekte Erholung nach einer unvergesslichen Reise durch Peru.

Alex Koller, Bergführer und Reiseleiter der Peru Naturreise vom Juli 23.

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