Jambo Jambo, begrüssen uns die Guides Goodluck, Livingston, Godlisen und viele mehr. Ja, wir sind wieder zurück an unserem Traumberg, dem Kilimanjaro, und zurück bei unseren treuen Guides. In einer Woche startet die Saison und alle Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wir inspizieren die Hütten und die neue Infrastruktur zusammen mit der Parkverwaltung. Wie es so üblich ist in den Bergen hat man Zeit um zu diskutieren, und die Parkverwaltung erklärt mir das neue Kilimanjaro Safety Mountain Projekt. Alle Bergführer müssen 2020 nochmals für einen Monat die Weiterbildung beim KINAPA Wildlife Management machen, damit alle offiziell den gleichen Wissenstand haben. Auch für Aktivferien AG ist Sicherheit am Berg wichtig. Neu haben wir für den Notfall Sauerstoff und Funkgeräte dabei. Auch in die interne Weiterbildung der lokalen Bergführer wurde wieder investiert. Unsere beiden Kilimanjaro Köche konnten eine intensive Weiterbildung in der Lake Ndutu Luxury tented Lodge bei Chefkoch Rabani absolvieren. Er ist für alle Köche der TNS Gruppe verantwortlich. Unsere Guides interessiert schlussendlich dann vor allem eines: Wie sieht die Saison aus, haben wir Arbeit? Denn für sie ist das existentiell. Als ich dann bei unserer letzten Sitzung im Kilimanjaro Farm House verkünde, dass alle Reisen bis im März mit Schweizer Bergführern oder Wanderleitern garantiert durchgeführt werden, bricht ein riesen Applaus aus. Den Dank geben ich ihnen aber gleich wieder zurück, denn zu diesem Erfolg tragen sie entscheidend bei. Schliesslich machen sie unsere Gäste glücklich, so dass diese mit Mund zu Mund Werbung für weitere Arbeit sorgen.

Naturreise Tanzania – Fusssafari in der Serengeti

Das Interesse an dieser Reise bleibt ungebrochen. Sie spricht ein breites Publikum an, denn es ist eine unglaubliche Abwechslung und Vielfalt, die der Gast auf dieser Reise erleben kann. Fusssafari in der Serengeti ist ein noch junges Produkt und wir bauen seit Jahren ein Team auf. Dieses setzt sich aus örtlichen Naturkundeführern, Massais und Rangern zusammen. Unsere Naturkundeführer sowie auch die Massai Kimani und Longishu haben wir nach Arusha eingeladen. Über das Leben im Busch müssen wir ihnen nichts erzählen, denn hier kommen sie her, der Busch ist ihr Zuhause. Aber es ist eine Wertschätzung ihnen gegenüber, sie in das Aktivferien Team zu integrieren.

Für Christine und mich ist eine Fusssafari in der Serengeti immer wieder etwas Spezielles. Wir sind im Serengeti Kuhama Camp, sitzen gemütlich am Lagerfeuer und bewundern den Sternenhimmel. Aus dem Dunkel hören wir das typische „Lachen“ der Hyänen, wo sie wohl stecken? Morgens um 6. 30 Uhr geht‘s los, es ist gerade hell geworden. Begleitet werden wir von Ranger Roby und dem Massai Longishu. Schon beim Camp begrüsst uns das erste Zebra und kurz darauf sehen wir etwas weiter entfernt eine Giraffe. Wir streifen durch das hüfthohe Savannengras, als etwa 20 Meter vor uns plötzlich eine Hyäne aufspringt. Wir sehen nur den Kopf und die grossen Ohren, die Augen sind auf uns gerichtet. Kurz stockt uns der Atem, aber die Hyäne flüchtet und verschwindet wieder im hohen Gras. Hyänen haben eine Beisskraft von 1000 kg und können ganze Knochen zermahlen, aber sie flüchten vor Menschen. Unsere Fusssafari geht weiter und plötzlich sehen wir wieder den Kopf und Rücken einer Hyäne. Sie hat uns beobachtet. Weil wir weiter laufen, flüchtet sie aber erneut. Spannend! Nun geht es über die Makoma Hills mit einer Traumaussicht über die weite Savanne der Serengeti. Plötzlich strahlt unser Massai Longishu, er hat eine Pflanze entdeckt! Aloe, das ist Dawa – Medizin. Vorsichtig schneidet er drei Blätter ab, so dass die Pflanze weiter wachsen kann. Das dürfen nur die Massai, für Gäste ist das verboten. Die Massai brauchen Aloe gegen Malaria, für die Haut usw. Wir haben wieder viel erlebt und neues gelernt. Uns wird die Freude und Spannung an Fusssafaris wohl nie vergehen!

Hansruedi und Christine Büchi mit den lokalen Guides am Kilimanjaro unterwegs