Wieder ist es so weit. Zusammen mit der KINAPA, der Kilimanjaro Nationalpark Verwaltung, hat Aktivferien AG letzte Woche die Cleaning Days am Kilimanjaro organisiert. Fünf Bergführer und elf Träger von Aktivferien Tanzania waren bereit, die Hüttenroute von Kilimanjaro Gate in Marangu auf 1800 m bis hinauf zum Uhuru Peak auf 5895 m vom Müll zu befreien.  Auch andere Veranstalter werden jeweils aufgefordert und beteiligen sich an dieser Aktion. Ein sauberer Kilimanjaro ist existenziell, quasi die Visitenkarte für die zahlreichen Gäste.

Der Kilimanjaro ist die wichtigste Einnahmequelle für die lokale Bevölkerung.  Damit das so bestehen bleibt, muss die Sensibilisierung für einen sauberen Berg auch bei der Ausbildung der lokalen Bergführer stattfinden. Auch die Reiseveranstalter stehen in der Verantwortung. Diese Unterstützung von aussen braucht Tanzania, denn es gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Und trotzdem verwaltet dieses wunderschöne Land 22 Nationalparke, fast ein Drittel des Landes ist Schutzgebiet oder Nationalpark.

Der Kilimanjaro strahlt eine immense Anziehungskraft aus. Jedes Jahr zieht er Wanderer aus allen Kontinenten magisch an. Fünf bis sechs Tage dauert ein Trekking bis auf den Gipfel. Eine Trekkinggruppe wird oft von einem etwas doppelt so grossen Team begleitet. Ein Begleitteam, welches aus Bergführern, Trägern, Köchen und Waiters besteht.

Gemanagt wird der Park von Kinapa, der Kilimanjaro Nationalparkverwaltung. Diese setzt Vorschriften und Richtlinien durch. Zum Beispiel wie viel ein Träger maximal tragen darf, die maximale Anzahl Gäste pro Bergführer, oder dass Plastiksäcke und Einweg Petflaschen im ganzen Nationalpark verboten sind. Die Marangu Route, die einzige Hüttenroute, hat zudem ein Maximum an Gästen, die pro Tag auf der Route unterwegs sein dürfen.

Ein ganz wichtiger Punkt ist zudem: Jede Organisation muss ein bestimmtes Gewicht an Abfall wieder aus dem Park hinausbringen. Kontrolliert wird das mit einer Gewichtskontrolle, bei der jeder Träger seine Last beim Parkeintritt sowie beim Parkaustritt messen muss. Mit für uns zum Teil sehr bürokratisch anmutenden Regelungen hat es Tanzania so geschafft, einen sehr sauberen Nationalpark vorzuweisen. Trotz allen Anstrengungen kommt es leider immer wieder vor, dass Kilimanjaro Bergsteiger ihren persönlichen Abfall liegen lassen. Vor allem auf der letzten Etappe zum Gipfel, wenn die Bergsteiger müde sind und es dunkel ist, gehen oft Snackverpackungen verloren.

Nun sind die Abfälle alle wieder eingesammelt und ins Tal gebracht worden. Bei einem sauberen Berg ist die Hemmschwelle viel grösser, Littering zu betreiben. Genau darum sind die Cleaning days so wichtig.

 

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Putzaktion für einen sauberen Kilimanjaro