Liebe Aktivferien-Freunde,

Wir sind genau bei der Hälfte der Bolivien-Reise angelangt und die Stimmung der Gruppe ist sehr gut. In Sucre, der weissen Stadt mit vielen jungen Menschen, bekommen wir die ersten Eindrücke und hochinteressanten Informationen über die Geschichte und Kultur der Quechuas, Aymaras und der Unabhängigkeit von Bolivien. Dann Potosí, mit seiner Geschichte und dem „casa de la moneda“ und dem Besuch der Mine am Cerro Rico, da waren wir sprachlos! Nun wissen wir auch, woher das Dollarzeichen kommt. Die Spanier haben es von hier mit ihren Kolonialmächten in die Welt verbreitet.

Unsere erste Wanderung auf fast 4000 Meter über Meer entlang einer Schlucht mit Tafonis zeigt uns, wie die Landwirte die engen Stellen in der Schlucht ausnützen um Kartoffeln anzubauen, und das alles noch von Hand. Hier oben sind die Farben so intensiv, sehr eindrücklich. Als wir über den Salzsee Uyuni fahren, bis zur Insel Incahuasi, werden unsere Erwartungen völlig übertroffen! Unendliche Weite und mit Salz umrandete Berge wie der schöne Tunupa. Als wir uns dann bei Incahuasi an die rot gedeckte Tafel setzen, kommen wir uns vor wie Könige, mitten im Salzsee ein First-class Lunch, einfach mega…. Riesenkakteen und Korallenhöhlen, mit Aussicht auf dieses weisse Meer, einfach unvergesslich. Spielerisch wie kleine Kinder verbringen wir den Nachmittag wie Fotomodels auf dem Salzmeer. Die Aussicht vom Krater des Tunupa auf 4900 m ist atemberaubend und lässt uns den anstrengenden Aufstieg vergessen. Ein weiteres Highlight sind die Tausenden von Flamingos an den verschiedenen Lagunen wie Hedionda und Colorado, erstaunlich wie diese zarten Tiere den ganzen Tag ihre Nahrung filtrieren und durch das bestimmte Plankton ihre rosa Farbe erhalten.

Es gäbe noch so viel zu berichten von der ersten Hälfte unserer Reise in Bolivien! Wir wollen euch einfach sagen, unsere Erwartungen und Wünsche sind bei diesem schönen und erstaunlichen Land bei weitem übertroffen worden. Nur kurz zum Abschluss, gestern sind wir alle zusammen um 10:00 auf dem Gipfel des 6008 Meter hohen Uturuncu gestanden, herzlichen Glückwunsch an die elf erfolgreichen Gipfelstürmer.

Vom Salzmeer zum Titicacasee… welch ein Szenenwechsel. Wir sind in Copacabana, ja am Titicacasee und nicht in Brasilien. Von hier wurde im 18. Jahrhundert eine Marienfigur nach Brasilien gebracht. Da wo heute der weltberühmte Strand ist. Dann auf der Sonneninsel erfahren wir, dass der eigentliche Ursprung der Inkas nicht in Cuzco zu suchen ist, sondern hier… mittendrin im Titicacasee. Und dann nähert sich eines unserer grössten Abenteuer: Die Besteigung des 6088 Meter hohen Huayna Potosí. Unter der Leitung der Mountainguides, den Brüdern Choque und Guido, steigen wir am Vorabend bis zum Refugio auf 5150m hoch und geniessen die Vogelperspektive dieser Landschaft. Kurz nach Mitternacht aufstehen und es geht los. Über sanft ansteigende Gletscher, mit Spalten und Eisbrücken und hoch bis zum Gipfel…..einige von unseren Seilschaften gleichen mehr Vizcachas als Gipfelstürmern…. Das Erlebnis am Gipfel einfach unbeschreiblich, White Flow, Freiheit, Erlösung, Felicidad, Herzlichen Glückwunsch an die fünf erfolgreichen „Vizcachas“.

Liebe Freunde – wir können Euch nur sagen, diese Reise war ein Riesenerfolg. Herzlichen Dank an Aktivferien und alle die zum Erfolg dieser Reise beigetragen. haben…vor allem an Juan Mercado dem lokalen Guide und unseren elf Reiseteilnehmern.

Herzliche Grüsse

Guido

 

Kurz zur Reise:

  • ÜBERWALTIGEND!
  • Bei Weitem wurden unsere Erwartungen übertroffen!
  • Die Landschaft ist noch schöner als auf den Bildern.
  • So viele Herzliche Menschen und immer freundlich und hilfsbereit.
Guido Schilling berichtet von seiner Bolivien Reise