Eigentlich sind es unsere privaten Ferien… aber auch in diesen zieht es uns oft in Destinationen von Aktivferien AG. Das Rekognoszieren von neuen Reisen, ja das gehört immer noch zu unseren schönsten Aufgaben.

Nach dem grossen Erfolg mit den Naturreisen in Tanzania reisen deshalb Christine und ich Ende des letzten Jahres nach Peru, um hier eine ebenso einmalige, abwechslungsreiche Reise zusammenzustellen. Wir starten an der rauen Pazifikküste am Rande der legendären Nazca Wüste. Unser Hotel liegt direkt am Meer und ist idealer Ausgangspunkt zu den Ballestas Inseln. In einer etwa halbstündigen Schifffahrt gelangen wir dorthin und sind total überrascht von dieser unglaublichen Dichte an Tieren. Wir fahren mit dem Schiff langsam den Felsen entlang und durch fantastische Felsbogen, begleitet von Tölpeln und Möwen, beobachten Seelöwen und Pinguine und sehen vor lauter Kormoranen den Boden kaum mehr. Ballestas wird auch das „kleine Galapagos“ genannt und diesem Namen vollends gerecht.

Szenenwechsel: Andenhochland mit dem längsten Gebirgsmassiv der Welt, über 7000 km lang. Kondore kreisen über dem Colca Canyon. Hier entdecken wir neben Alpacas und Lamas auch das scheue Vikunja.

Wir reisen weiter zum Titicaca See auf 3800 m und besuchen die Uros Indianer. Schon lange war es unser Traum, die Suasi Inseln zu besuchen. Eine idyllische Ecke im Titicacasee die fast niemand kennt. Wir unternehmen eine Wanderung auf einen der umliegenden Hügel und sehen von dort in Richtung Süden die imposante Cordillera Real in Bolivien mit den Sechstausendern und im Norden den glitzernden Titicacasee.

Für die Strecke von Puno nach Cuzco haben wir Plätze im Zug gebucht. Während Christine sich sehr darauf freut, bin ich eher skeptisch. Ob mich das nicht langweilt? Mit gemächlichen 30 Stundenkilometern rollen wir über das Andenhochland auf eine Höhe bis über 4000m. Auf den Hochebenen weiden Alpacas und Lamas, Indios arbeiten in den Feldern und im Hintergrund leuchten die Schneeberge. Ich muss zugeben, es ist sehr gemütlich, hier mit dem Zug unterwegs zu sein. Stillvolle Einrichtung wie vor 100 Jahren, wunderbarer Speisewagen, ein ganzer Barwagen mit Balkon und exzellenten Südamerikanischen Weinen…! Und dann kommt plötzlich Bewegung auf, eine Band macht tolle Stimmung, dazu werden traditionelle Tänze aufgeführt. Dazwischen präsentiert ein junges Team gekonnt Strickmode aus Alpaca, die man natürlich direkt im Zug kaufen kann. Christine als Strick- und Naturmaterial Fan kann dem wunderschönen Poncho nicht widerstehen… Die Zeit vergeht wie im Flug und wir wünschen uns, diese feierliche Zugsfahrt irgendwann wiederholen zu können.

Auf diesen kulturellen Teil folgt ein Trekking in den Nebentälern von Urubamba. Hier in den Bergen leben mehr Alpacas und Schafe als Menschen. Die Zeit scheint für einen Moment still zu stehen. Ab und zu begegnen wir Indios, sie pflanzen hier bis auf eine Höhe von 4300 m Kartoffeln an. Im kleinen Andendorf Huacahuasi auf 3800 m besuchen wir einen Kindergarten. Die Kinder in ihren farbenfrohen Kleidern und ihren von Kälte und Wind geröteten Gesichtchen tragen alle einen traditionellen Hut. Es ist eine wunderbare Welt, die uns immer wieder ins Staunen bringt.

Zum Schluss ein riesiger Kontrast: Wir fliegen nach Puerto Maldonado tief im Regenwald des Amazonasbecken. Das Motorkanu bringt uns zur Lodge im Regenwald. Auf der Fahrt entdecken wir schon eine erste Überraschung: Eine Familie Capybaras (sehen aus wie riesige Meerschweinchen) hält sich am Ufer des Flusses auf. Wir sind in der komfortablen Reserva Amazonica von Inkaterra untergebracht. Es ist feuchtheiss hier, und wir machen Exkursionen zum Aussichtsturm, hier beobachten wir Tukane, Papageien und farbenfrohe kleine Vögel. Unser Guide zeigt uns in den Baumwipfeln sogar ein Faultier, erkennbar aber nur durch das Fernglas. Über den Canopy Walkway geht es weiter. Von hier aus sehen wir in den Bäumen Brüllaffen mit ihrem schönen, orangeroten Fell. Nach Auskunft unseres Guides kommen die Affen zum Schlafen sogar auf diese Hängebrücke. Eine Begegnung ist also nicht ausgeschlossen… das tönt für mich sehr spannend. Peru, wahrhaft ein Wunderland.

Und wie schön dürfen wir das auch in unseren privaten Ferien erleben.

 

 

Peru Naturreise – eine Wunderwelt