Gestern bin ich voller Emotionen von einer sehr intensiven Himalaya Reise zurückgekehrt. Die Frühlingssaison in Nepal steht vor der Tür. Es ist für mich seit Jahren Tradition, unser Team von Bergführern, Köchen und Trägern persönlich zu treffen. Die Pandemie hat Nepal wirtschaftlich härter getroffen als das Erdbeben 2015, umso mehr waren alle gespannt, was für News ich mitbringen würde. Ja, das Interesse zum Reisen ist wieder da, auch für den kommenden Frühling. Bereits in zwei Wochen werden die ersten Gäste von Aktivferien eintreffen und während der Hauptsaison im April und Mai kommen wieder einige Gruppen und Privatgäste nach Nepal. Die Herbstsaison von September bis November sieht vielversprechend aus. Die Botschaft wird mit grosser Erleichterung entgegengenommen und die Freude steht unserem Team ins Gesicht geschrieben. Endlich!

Neu Mera Peak Base Camp 5350 m
Nach der Sitzung zieht es uns in die Berge und ich fliege mit Rinji Sherpa und Lila Sherpa nach Lukla ins Everest Gebiet. Mit Lila Sherpa war ich vor 8 Jahren auf dem Everest. Sobald wir in den Bergen sind, werden die beiden locker, wir haben uns viel zu erzählen und lachen viel. Das Bergsteigen verbindet uns.

Wir wollen den abgelegenen Makalu Barun Nationalpark besuchen, wo das Lodge Trekking zu einem fantastischen Aussichtsberg führt, dem 6476 m hohen Mera Peak. Das Trekking führt durch abgeschiedene Gebiete, es ist sehr wild. Die Besteigung des Mera Peak steht Bergsteigern optional offen. Wie beim Island Base Camp werden wir auch am Mera Peak ein vollständiges Basislager auf 5350 m einrichten mit Hauszelt, Küchenzelt und 3er Zelten für zwei Personen. Auch die Steigeisen, Pickel und Klettergurt werden von Aktivferien Nepal zur Verfügung gestellt. Der Blick vom 6476 m hohen Mera Peak auf die 8000er Everest, Lhotse, Makalu und Kanchenjunga ist einmalig.

Weitere Informationen zum Mera Peak Trekking finden Sie hier.

Soziale Projekte in Nepal
In unserer Sherpa Schule in Tapting im Everest Gebiet werden wir sehr herzlich empfangen. Viele Bergführer und Träger erwarten uns, denn sie leben mit ihren Familien in diesem abgelegenen Tal im Himalaya. Tapting ist nach wie vor nur zu Fuss erreichbar. Wenn die Bergführer und Träger also nach Lukla zur Arbeit gehen, steht ihnen ein mehrtägiger Fussmarsch bevor. Nepal lebt tatsächlich in anderen Dimensionen.

Für Aktivferien war es wichtig, unserem langjährigen Team während der ganzen Pandemie soweit als möglich Arbeit zu geben und auch unsere sozialen Projekte in Nepal weiter zu führen. Unser Team ist allen Gästen sehr dankbar, die auch während der Pandemie gereist sind oder die Projekte mit grosszügigen Spenden unterstützt haben. Das gibt in Nepal Hoffnung und Vertrauen in die Zukunft.

Auszeichnung für Aktivferien vom ehemaligen Premier Minister Sharma Oli
Wieder zurück in Kathmandu überreicht uns eine grosse Delegation vom Everest Gebiet ein Dankesschreiben vom ehemaligen Premier Minister Sharma Oli für die Sicherungen der Wanderwege, die wir in den letzten Jahren nach Kongde auf 4200 m und auch über den Chola Pass auf 5420 m realisiert haben. Lhakpa Nuru Sherpa, Chairman vom Cholapass Route Construction Committe teilt uns mit, dass es früher viele Unfälle und leider sogar Tote gab bei der Überquerung des Chola Pass. Seit der Seilsicherung können solche Unfälle vermieden werden. Es war für das Team das erste Mal, auf über 5000 m einen Weg zu sichern. Die Route wurde gegenüber früher zudem leicht geändert und ist heute sehr sicher geworden.

Der Austausch mit der Delegation läuft sehr offen. Sie sind sehr motiviert, weitere Projekte in Angriff zu nehmen. Aktivferien hat daraufhin beschlossen, das Everest Komitee weiterhin mit Schweizer Inox Stahlseilen zu beliefern und diese Entwicklung im Khumbu Gebiet zu unterstützen

Die kalte und frische Bergluft zu atmen, loszulaufen bis zu den höchsten Gipfeln und vor allem das Team in Nepal wieder einmal persönlich zu treffen, hat allen sehr gutgetan. Nun freuen wir uns auf die kommende Saison.

 

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Saisonvorbereitungen in Nepal